Wenn sich das Jobangebot als Geldwäsche entpuppt

"Sie brauchen Geld? Dann stellen Sie uns ein-fach Ihre Kontoverbindung zur Verfügung, und schon kassieren Sie satte Provisionen." Mit sol-chen oder ähnlichen Lockangeboten versuchen Betrüger, unbescholtene Bürger für ihre Zwecke zu gewinnen - und so auf kriminellem Weg erworbenes Geld zu waschen. 

"Was viele nicht wissen: Selbst mit vermeintlich harmlosen Überweisungen und Einzahlungen machen sie sich strafbar", warnt Dr. Mirko Saam.

 

Der Sicherheitsexperte beim Infocenter der R+V Versicherung rät, solchen Angeboten zu misstrauen und keine persönlichen Daten an Fremde weiterzugeben.

 

Fast jeder dritte Deutsche hat Angst davor, Opfer eines Betrugs zu werden. Das zeigt die repräsentative R+V-Studie "Die Ängste der Deutschen 2015". Doch immer wieder handeln Verbraucher leichtsinnig - und gehen auf Lockangebote von Betrügern ein. Neueste Masche: Die gutgläubigen Angeworbenen bekommen per E-Mail das Angebot, von zu Hause aus als "Finanzagent" zu arbeiten. Damit sollen sie Provisionen verdienen können. 

 

Die Betrüger überweisen dann Geld, das sie beispielsweise durch Datendiebstahl ergaunert haben. Die Kontoinhaber sollen diese Beträge abheben und auf ein weiteres Konto einzahlen. "Wer sich darauf einlässt, hilft den Kriminellen, ihre Identität zu verschleiern. Gleichzeitig handelt es sich um Geldwäsche - und Unwissenheit schützt nicht vor Strafe", so R+V-Experte Dr. Saam. Zudem müssen Betroffene möglicherweise Schadenersatz leisten.

 

Auch wer ein Angebot als "Paketagent" bekommt, sollte äußerst wachsam sein. Bei dieser Masche verschicken Betrüger illegal erworbene Ware oft über mehrere Stationen, so dass die Herkunft nur schwer nachvollziehbar ist. Wer solche Pakete zuhause annimmt und weiter verschickt, muss ebenfalls mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Dr. Saam empfiehlt zum eigenen Schutz, verlockende Verdienstangebote gründlich zu prüfen und bei der Weitergabe von Kontodaten vorsichtig zu sein.

 

 

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